Begegnung mit einer "Grünen"

Zutrauliche Gottesanbeterin (Mantis religiosa) in Vogtsburg am Kaiserstuhl

Sie scheint interessiert an mir und nähert sich...

Scharbockskraut | Ficaria verna

Kurz entschlossen erklimmt sie das Objektiv, was zu einer Foto aus ungewöhnlicher Perspektive verhilft.

Scharbockskraut | Ficaria verna

Da ich keine Hand frei habe, knipst mein Mann mit seinem Handy ein Bild...

Scharbockskraut | Ficaria verna

Als sich die Mantis "gefährlich" meiner Kehle nähert, halte ich es für angebracht, sie wieder abzuschütteln. Diese dornenbewehrten Klauen sehen aus der Nähe einfach furchterregend aus! Da ich aber nicht in ihr Beuteschema gehöre, besteht natürlich keine Gefahr. Selbst wenn irrtümlich ein Finger zwischen ihre Klauen gelangen sollte, so würde das allenfalls unangenehm pieksen.

Als die Dame wieder festen Boden unter den Füssen hatte, liess sie mich ein paar weitere Fotos schiessen, wovon eines in der Galerie zu sehen ist.

 

Tier des Jahres 2015: die Ringelnatter

Fotos Februar 2015

Pro Natura hat die Ringelnatter zum Tier des Jahres erkoren. Die (für Menschen) harmlose und ungiftige Natter gehört zu einer der acht einheimischen Schlangenarten. Sie kommt bis auf das Hochgebirge und Teile vom Jura in der Schweiz überall vor - sofern ihr der Lebensraum behagt. Sie bevorzugt, am Wasser zu leben, braucht aber auch genügend Versteckmöglichkeiten und natürlich ein gutes Nahrungsangebot. Es braucht Geduld und etwas Glück, um die scheue, flinke Jägerin beobachten zu können. Am 12. April winkte mir solches Glück: direkt vor mir, quer über dem Wanderweg, hatte sich eine halbwüchsige Ringelnatter in die Sonne gelegt. Offenbar hatte sie ihre "Betriebstemperatur" noch nicht ganz erreicht und war deshalb etwas träge - was mir ein paar Fotos aus nächster Nähe erlaubte.

Gemse in Aarwangen

Gämse in Aarwangen

Heute habe ich beim Abendspaziergang in Aarwangen eine aussergewöhliche Beobachtung gemacht: eine waschechte Gämse (Rupicapra rupicapra) floh einige Meter von mir weg tiefer in den Wald, blieb aber bald in einer Entfernung von etwa 20 Metern stehen.

Zum Glück hatte ich die Kamera im Rucksack dabei. So rasch aber auch so vorsichtig wie möglich klaubte ich die Kamera hervor und schoss ein paar Bilder. Die Gämse beobachtete mich ganz ruhig - und legte sich dann hin. Als ich mich nach einigen Minuten schliesslich von dannen trollte, stand sie kurz auf, legte sich aber schon kurze Zeit später wiedere auf ihren Mooshügel.

Ich spazierte meine Runde und schaute eine halbe Stunde später noch einmal von weitem nach dem Tier. Immer noch ruhend an der selben Stelle. Es war aber auch ein heisser Tag heute!

Es ist mir unerklärlich woher die Gämse stammen könnte. Die nächsten Vorkommen sind meines Wissens ob Rumisberg im Berner Jura - aber da ist die fast unüberwindbare Autobahn dazwischen. Es wird wohl ein Rätsel bleiben, wie so vieles in der Natur!

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